Augmented Reality – Erweitern Sie Ihre Realität!

Augmented Reality wird unsere Welt in nicht allzu ferner Zukunft verändern. Auf was wir uns dabei gefasst machen dürfen (aber auch müssen) steht in diesem Artikel.

Die breite Öffentlichkeit kennt Augmented Reality bewusst seit Pokémon Go, das für eine kurze, aber sehr intensive Zeit in aller Munde war, und unbewusst durch kleine Features während verschiedener Sportübertragungen. Der Begriff „Augmented Reality“ fiel dabei eher nicht, aber wenn er im folgenden erklärt wird, gibt es vielleicht den ein oder anderen Aha-Moment.

Also von Anfang an: Augmented Reality. Was ist das? Was kann es? Warum sollte mich das interessieren?

Augmented Reality (zu deutsch „erweiterte Realität“) meint die Verbindung der realen Welt mit virtuellen Features. Um beim Beispiel Pokémon Go zu bleiben: Spieler laufen hierbei durch die reale Welt und finden dann beim Blick durch ihre Handykamera süße, kleine, vor allem aber virtuelle Kreaturen, die auf der Wiese vor ihnen zu sitzen scheinen.
Im angesprochenen sportlichen Bereich sind beispielsweise am Fernseher über das Spielfeld eingeblendete Längenangaben Teil der „erweiterten Realität“, Features also, die die meisten Menschen zwar irgendwie wahrnehmen, aber nicht unbedingt weiter hinterfragen. So ist Augmented Reality schon länger Teil unseres Alltags, aber das ist definitiv erst der Anfang, denn beim Sport und Freizeitvergnügen muss es nicht bleiben. Die theoretischen Möglichkeiten der Augmented Reality sind vielfältig. Hier ein paar weitere:

Beispiel Werbung

In Zeiten des allgegenwärtigen Smartphones können schnöde Werbeplakate oder Anzeigen in Printmedien durch Augmented Reality direkt mit potentiellen Konsumenten kommunizieren und weitere Informationen und Call-to-Actions über das Display zur Verfügung stellen. Werbung wird so viel unmittelbarer und die Wege zwischen „Aufmerksamkeit schaffen“ und „Neukunden generieren“ werden sehr viel kürzer. Bereits jetzt gibt es Firmen, die mit ungewöhnlichen Werbeaktionen die Realität ihrer Zielgruppe erweitern. Stellvertretend sei hier die „Falling Angels“ Kampagne von Axe genannt, bei der nichtsahnende Passanten in London plötzlich mit virtuellen Engeln posierten.

Beispiel Einzelhandel

Potentielle Kunden können bereits vor dem Kauf überprüfen, wie die einzelnen Artikel sich in ihren Alltag integrieren lassen. Schuhe können beispielsweise in verschiedenen Farben simuliert, Möbel virtuell in der eigenen Wohnung platziert werden (das hat Ikea 2013 bereits erfolgreich vorgeführt) und die Joghurts in den Regalen teilen einem nicht nur mit, wie gesund sie sind, sondern auch, dass ihr Vorgänger im heimischen Kühlschrank bereits seit drei Wochen abgelaufen ist und daher ausgetauscht werden sollte.

Beispiel Social Media

Virtuelle Freunde könnten sich durch Augmented Reality schneller und vor allem im „wahren Leben“ finden. Einfach mobiles Device auf den Gegenüber richten und schon ermittelt das Gerät durch Gesichtserkennung die zur Verfügung gestellten Kontaktdaten und eine mittels persönlicher Angaben schnell berechnete Treffergenauigkeit bei gemeinsamen Interessen und Lieblingsfilmen. Dem Smalltalk des Jahrhunderts steht so nichts mehr im Wege.

Fazit

Vielleicht geht es hier beim Lesen ein bisschen wie beim Schreiben. Auf der einen Seite klingen diese Möglichkeiten aufregend, irgendwie wie Science-Fiction zum Mitmachen. Auf der anderen Seite gruselt es einen aber auch ein wenig. Werbung, die einen anspringt? Konzerne, die bald wirklich beinahe alles über ihre Kunden wissen? Gesichtserkennung im Alltag?

Augmented Reality wird viele positive und ebenso viele negative Seiten haben. Es wird aufregende Entwicklungen geben, die unser Leben erleichtern, uns viele nervige Arbeitsschritte abnehmen und für den ein oder anderen offenen Mund sorgen. Auf der anderen Seite werden Grenzen fallen und die eigene Privatsphäre noch intensiver geschützt werden müssen.


Die Entwicklung wird sich jedenfalls nicht aufhalten lassen, dafür sind die Möglichkeiten zu vielfältig. Daher wird es auch an uns als Agentur liegen, das Beste daraus zu machen und die neuen Entwicklungen der nahen Zukunft für spannende Projekte zu nutzen. Und natürlich an uns allen, sehr genau zu überlegen, was wir mit der Welt teilen möchten.

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