Die Geschichte hinter dem Logo – Black Flag

Vier verrutschte, schwarze, rechteckige Balken. Fertig. Die Erkenntnis, dass die simpelsten Logos oft die besten sind, ist nicht neu. Aber soooo simpel? Absolut!

Black Flag wurden 1976 in Los Angeles gegründet, zehn Jahre und unzählige Besetzungswechsel später aufgelöst, 2013 quasi in doppelter Ausführung (als Black Flag und Flag) wiederbelebt und sind dazwischen eine der einflussreichsten und bekanntesten Hardcorebands aller Zeiten geworden. Ihr Logo ist dabei ähnlich wie ihre Musik: einfach, roh, unangepasst und mit hohem Wiedererkennungswert. Erschaffen wurden die Balken dann auch nicht von einem Designer, sondern von Raymond Pettibon, dem ersten Bassisten der Band und Bruder des Bandgründers Greg Ginn. Sie symbolisieren „die schwarze Flagge der Anarchie als Gegensatz zur weißen Flagge des Aufgebens“.

Pettibons Kreation fand schnell Verbreitung und wurde neben dem Totenkopf der Misfits und dem „Präsidentensiegel“ der Ramones zu dem ikonischen Logo der Punk- und Hardcorebewegung Amerikas.

Heute findet man die vier Balken in Form verblichener Tattoos auf den Schenkeln, Fingern und Oberarmen aktiver und ehemaliger Punks ebenso wie auf Shirts verschiedener Preisklassen (vom 25 Dollar Einsteigermodell bis zur 265 Dollar teuren Erwachsenenversion des New Yorker Luxuskaufhauses Barneys (soviel zur Anarchie)), auf besonders ironischen Jutebeuteln mit falschem Bandnamen (Justin Bieber, Cat Flag, Black Cat, usw.) oder schlicht als Grundlage für Memes, obwohl die Plattenfirma SST (gegründet von Greg Ginn) mit Unterlassungserklärungen dagegen vorzugehen versucht.

Das Black Flag Logo mag mittlerweile also manchmal abgenutzt oder klischeebehaftet erscheinen. Eines der einprägsamsten und einflussreichsten Bandlogos aller Zeiten bleibt es trotzdem.

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