Die Geschichte hinter dem Logo – Heineken

In Ungarn könnte ein kleines Detail im Logo der Brauerei Heineken zu großen Problemen für das Unternehmen führen.

Wer kennt das nicht? Man kauft ohne Hintergedanken einen Artikel seiner Wahl und bekommt…Kommunismus! Den echten! Den ohne Klassen, dafür mit Marx, Engels und Oktoberrevolution! Mindestens! Ärgerlich sowas! Aber nicht mit Ungarn. Dort soll demnächst ein Gesetz verabschiedet werden, dass die Nutzung nationalsozialistischer und kommunistischer Firmenlogos verbietet. Das klingt zunächst ziemlich vernünftig, könnte aber auch Unternehmen betreffen, die man erstmal mit keiner dieser Ideologien in Verbindung gebracht hätte. Zum Beispiel Heineken.

Die niederländische Brauerei (übrigens die zweitgrößte der Welt) wirbt nämlich seit dem späten 19. Jahrhundert mit einem kleinen roten Stern über dem Firmennamen. Einem Stern, der sich im Prinzip nicht von seinem kommunistischen Pendant unterscheidet. „Zufall“, sagt Heineken und verweist auf die Ursprünge des Sterns als Brauersymbol im Mittelalter. „Offensichtlich politisch“, findet die ungarische Regierung, die aufgrund eines Namensstreites sowieso nicht gut auf die 1864 gegründete Brauerei zu sprechen ist und droht mit Strafen in Millionenhöhe.

Neu ist die Problematik mit dem Logo für die Niederländer allerdings nicht. Bereits in den 50er Jahren ersetzten sie den roten durch einen weißen Stern, um jegliche Verbindungen zum Sowjetkommunismus im Keim zu ersticken. Erst 1991 kam die Signalfarbe zurück und überstrahlt bis heute sogar das „lächelnde“ E (das seinerseits ziemlich an Pacman erinnert…aber das ist ein anderes Thema).

Ob sich Heineken wirklich Sorgen machen muss, ist derzeit nicht klar, da noch über den Gesetzesentwurf debattiert wird. So oder so würden wir uns aber gerne nochmal im Detail erklären lassen, was genau eine Aktiengesellschaft mit einem Jahresumsatz von über 20 Mrd. Euro und den Kommunismus verbindet. Vielleicht bei einem kühlen Bier?

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