Die Geschichte hinter dem Logo – Juventus Turin

Juventus Turin will mit der Zeit gehen und passt sein traditionelles Logo an. Die Fans reagieren mit Ablehnung und beissendem Spot.

Am 1.11.2017 feiert Juventus Turin sein 120-jähriges Jubiläum. Alle Erfolge aufzulisten, die der Verein in dieser Zeit angehäuft hat, würde den Rahmen sprengen, daher sei nur erwähnt, dass es eine Menge waren. Juventus blickt also auf eine beeindruckende Geschichte zurück. Überall auf der Welt kennt man die „alte Dame“ aus dem Piemont, die unzähligen Stars, die für den Verein spielten und das schwarz-weiß gestreifte Logo mit dem Wappentier der Stadt Turin, einem imposanten Stier.

Was genau die Verantwortlichen dazu bewegte, besagtes Logo (nach einigen moderaten Anpassungen in der Vergangenheit) durch ein stilisiertes J zu ersetzen, wird vermutlich ihr Geheimnis bleiben, zumal auch die dazugehörige Imagekampagne, inklusive Slogan („black and white and more“), PR-Text und des mittlerweile obligatorischen Hashtags (#2beJuventus), wenig Aufschluss bietet.

Fest steht jedenfalls, dass das Fan-Echo mit „vernichtender Ablehnung“ wohl noch zu wohlwollend umschrieben wäre. „Peinlich“, „eine Schande“, „Bruch mit den Traditionen“, usw. lauteten die häufigsten Kommentare. Da war es sicherlich auch nicht gerade hilfreich, dass die Anhänger anderer Vereine mit Hochgenuss über das Logo herzogen. Dass langjährige Fans nicht gerade begeistert auf Veränderungen des Vereinswappens reagieren, zeigen Beispiele wie Cardiff Citys Hin und Her zwischen „Bluebird“ (immerhin der Spitzname des Vereins) zu rotem Drachen und zurück. Dem Waliser Verein kann man dabei aber wenigstens noch zu Gute halten, dass das neue Logo immerhin noch wie ein Wappen aussah. Was aber passiert, wenn die Evolution eines Fußballclubs zur reinen Marke mit aller Macht durchgedrückt werden soll, hat Juventus jetzt am eigenen Leib erfahren.

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